Geriatrie

Unser TeamSprechzeitenSprechstunden/Kontakt

Die Klinik für Geriatrie am Herz-Jesu-Krankenhaus Lindlar verfügt über 60 Betten und 10 tagesklinische Behandlungsplätze. Mit einem multiprofessionellen Team aus Fachärzten für Innere Medizin und klinische Geriatrie, Allgemeinmedizinern, speziell geschulten Pflegekräften, Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten bieten wir eine akutmedizinische voll- oder teilstationäre Behandlung älterer Patienten an.

Über das Sekretariat erfolgen Terminvergabe und –absprachen sowie die Anmeldung zur Angehörigensprechstunde. Gerne helfen wir Ihnen auch mit weiteren Informationen über die Abteilung.

Informationen für Patienten und Angehörige

Es kommt nicht nur darauf an, wie alt man wird, sondern auch, wie man alt wird.

Die Geriatrie, auch Altersmedizin genannt, befasst sich mit den Erkrankungen des alten Menschen. Hierbei berücksichtigt sie insbesondere auch die oft damit einhergehenden Einschränkungen der funktionellen Fähigkeiten und der Möglichkeit der Teilhabe am Alltagslben. Auch die Auswirkungen auf die Möglichkeiten des alten Menschen zur selbstständigen Lebensführung und auf seine Versorgungssituation sind Gegenstand der geriatrischen Medizin.

Der geriatrische Patient leidet nicht nur an der akuten Erkrankung, die zur Krankenhausaufnahme geführt hat, sondern wird in seiner Selbstständigkeit auch häufig durch schon vorbestehende Mehrfacherkrankungen beeinträchtigt.  Aus diesem Grund besteht ein ganzheitlicher diagnostischer und therapeutischer Handlungsbedarf, der weit über die rein medizinische Versorgung eines Patienten hinausgeht. Dieser ganzheitliche Ansatz der Geriatrie wird durch die enge Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Masseuren, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialarbeitern im geriatrischen Team verwirklicht

Die Geriatrie behandelt alte Menschen mit unterschiedlichsten Erkrankungen, z.B.:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Durchblutungsstörungen der Extremitäten, Z.n. Amputationen
  • Sturzneigung
  • Chronische Wunden
  • Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall und  Parkinsonsyndrom
  • Infektionen
  • Chronische Erkrankungen des Skelettsystems und der Knochen
  • Lähmungen, Funktionseinbußen und Immobilität nach
  • Operationen oder medizinischen Komplikationen
  • eingeschränkte Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme
  • unklare Verschlechterung des Allgemeinzustandes
  • Demenz und Delir


Am Anfang der geriatrischen Behandlung steht das sogenannte Assessment:

  • Der Arzt untersucht und beurteilt den Gesundheitszustand des Patienten, um bestehende Erkrankungen und medizinische Probleme zu erkennen und zu beseitigen. Neben einer anfänglichen ausführlichen körperlichen Untersuchung leitet er entsprechende weitere diagnostische Schritte ein.
  • Die Schwestern und Pfleger beurteilen den Pflegezustand sowie die Selbstständigkeit und die Pflegeabhängigkeit des Patienten.
  • Die Ergotherapeuten beurteilen die individuellen Fertigkeiten des Patienten zur selbst-ständigen Bewältigung alltagsrelevanter Anforderungen. Sie klären in Zusammenarbeit mit Psychologen Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten.
  • Die Krankengymnasten untersuchen vorwiegend die Fähigkeiten des Patienten zur Bewegung, d. h. sie suchen nach Gründen für Bettlägerigkeit und Gangunsicherheit und beurteilen den Grad entsprechender  Beeinträchtigungen.
  • Die Logopäden widmen sich gezielt Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen.
  • Die Psychologen widmen sich der Einschätzung der psychischen Befindlichkeit des Patienten und legen ihr Augenmerk auf kognitive Einschränkungen, depressive Erkrankungen und Suizidalität.
  • Die Sozialdienstmitarbeiterinnen informieren sich im Hinblick auf den weiteren Hilfebedarf über die bisherige Versorgungssituation und das soziale Netz des Patienten.

Nach dieser anfänglichen umfassenden Einschätzung der Gesamtsituation des Patienten wird unter ärztlicher Leitung im Team das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen diskutiert und festgelegt. Neben der Durchführung der notwendigen medizinischen Diagnostik und Therapie der Erkrankungen des Patienten durch den Arzt werden therapeutische und rehabilitative Maßnahmen eingeleitet, um die bisherigen Fähigkeiten des Patienten zur eigenständigen Lebensführung zu erhalten und ggf. zu verbessern. Dieser rehabilitative Ansatz wird von der Pflege und den verschiedenen Therapeutengruppen getragen. Hier wird auch in Absprache mit dem Sozialdienst die Notwendigkeit von Hilfsmitteln (Gehstützen, Rollator etc.) erörtert. Der Sozialdienst hat darüber hinaus die Aufgabe, die weitere Versorgung des Patienten nach Entlassung aus dem Krankenhaus zu sichern und zu koordinieren.

Alle therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen berücksichtigen natürlich zuallererst die Wünsche und Bedürfnisse des Patienten selbst. Genauso wichtig ist es für uns aber auch, pflegende Angehörige und Bezugspersonen des Patienten in den therapeutischen Prozess mit einzubeziehen.

Gemeinsames Ziel des geriatrischen Teams ist es, sowohl die Erkrankungen des alten Menschen durch wissenschaftlich gesicherte Therapie zu heilen oder zu lindern als auch die funktionellen und sozialen Folgen dieser Erkrankungen zu behandeln, um damit die Möglichkeiten des Patienten zur autonomen Lebensführung zu erhalten und zu fördern.

Die geriatrische Abteilung am Herz-Jesu-Krankenhaus in Lindlar besteht seit 1994. Seit 2007 ist auch eine teilstationäre Behandlung im Rahmen der geriatrischen Tagesklinik möglich. Voraussetzung für eine Aufnahme in  die Tagesklinik ist die gesicherte häusliche Versorgung des Patienten. Diagnostik und Therapie werden in der Tagesklinik auf die gleiche Art und Weise eingesetzt wie beim stationären Aufenthalt.

Die Aufnahme zur stationären oder teilstationären Therapie erfolgt entweder als Übernahme aus anderen Abteilungen (z. B. nach Operationen oder schweren Erkrankungen) oder als Einweisung durch niedergelassene Ärzte.

Nach oben

Geriatrie in der GFO

Geriatrie - Herzlich Willkommen auf unseren Seiten

Geriatrie - Herzlich Willkommen auf unseren Seiten

Dr. Olga Eggert
Leitende Ärztin